An unserer Schule merkt man im Moment deutlich: Die Osterferien sind nicht mehr weit entfernt – in nur noch 10 Tagen beginnen sie. Viele Schülerinnen und Schüler freuen sich schon darauf, nach den letzten Schulwochen einmal durchzuatmen und neue Energie zu sammeln.
Im Unterricht wird natürlich noch gearbeitet, Klassenarbeiten werden geschrieben und Praktikum beendet. Trotzdem steigt die Vorfreude jeden Tag ein bisschen mehr. Besonders jetzt, wo die Tage länger werden und der Frühling langsam beginnt, passt die Osterzeit gut in unseren Schulalltag.
Passend zur Osterzeit haben wir auch einige Ideen vorbereitet, die man in den Ferien ausprobieren kann. Dazu gehören DIY-Ideen für kleine Ostergeschenke sowie ein Rezept für einen selbstgemachten Osterzopf. Diese findet ihr weiter unten im Beitrag.
Ostern steht für viele Menschen auch für Neuanfang und Hoffnung. Die Ferien geben uns die Möglichkeit, uns zu erholen, Zeit mit der Familie zu verbringen und danach wieder motiviert in den Unterricht zu starten.
Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Familien schon jetzt eine schöne Osterzeit und erholsame Osterferien.
Das erste mal Ostern
Ostern ist das älteste Fest der christlichen Kirche und wird in seiner heutigen Form seit etwa1.700 Jahren gefeiert.
Der christliche Ursprung: Leiden und Hoffnung
Alles beginnt mit der biblischen Erzählung über die letzten Tage Jesu in Jerusalem. Am Palmsonntag wird er noch jubelnd empfangen, doch die Stimmung schlägt schnell um. Am Gründonnerstag feiert er das letzte Abendmahl mit seinen Freunden, bevor er verraten wird. Der Karfreitag ist der traurigste Tag: Jesus stirbt am Kreuz und wird in ein Felsengrab gelegt. Doch am Ostersonntag folgt die Wende: Das Grab ist leer, Jesus ist auferstanden. Für Christen weltweit ist dies der Beweis, dass das Leben über den Tod siegt.
Die moderne Tradition des Schenkens
Dass wir heute Schokoladeneier suchen, ist eine relativ junge Entwicklung. Erst im 19. Jahrhundert wurde Ostern zu einem Familienfest, bei dem das Spiel und die Kinder im Mittelpunkt stehen. Mit der Erfindung der Milchschokolade und dem günstigen Druck von Bilderbüchern wurde der Osterhase zum Star und das Verstecken der Leckereien zum festen Ritual in jedem Garten.
Warum Osterzopf?
Der Osterzopf ist eine richtig alte Tradition, die vor allem das Ende der Fastenzeit feiert. Früher durfte man vor Ostern ja viele Dinge wie Eier, Milch oder Butter nicht essen, und im Osterzopf ist das alles drin, weshalb er als echtes Festtagsessen gilt. Die geflochtene Form ist dabei nicht nur Deko, sondern hat eine tiefere Bedeutung: Die drei Stränge stehen im Christentum für die Heilige Dreifaltigkeit, also Vater, Sohn und Heiliger Geist. Manche sagen auch, dass der Zopf früher ein Symbol für abgeschnittene Haare war, die man als Opfer dargebracht hat, aber heute ist er einfach das Highlight beim Osterfrühstück. Oft backt man ihn auch als Kranz und legt ein buntes Ei in die Mitte, was für das neue Leben und die Auferstehung steht. Am besten schmeckt er ganz frisch mit einer dicken Schicht Butter oder Marmelade, wenn man mit der ganzen Familie zusammensitzt.
Das Rezept zum Osterzopf:
Friedas genialer Hefezopf
Zutaten für 1 Portion:
1 kg Weizenmehl Type 405, gutes
500 ml Milch, lauwarme
100 g Zucker
42 g Frischhefe (1 Würfel)
150 g Butter, weiche
2 TL Salz
2 Ei(er), Größe M
1 EL Zitronenabrieb oder 5 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei(er) zum Bestreichen
2 EL Hagelzucker
evtl. Fett für die Form
Für einen Zopf von 500 g einfach die Mengenangaben halbieren.
Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und in einen Rührbecher gießen. Zucker und zerbröckelte Hefe dazu und alles zusammen so gut verrühren, bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat. Zitronenschale oder Bittermandelöl und Eier dazugeben und alles zusammen gut verquirlen. Am besten kurz mit einem Zauberstab, ansonsten mit dem Handmixer.
Diese Flüssigkeit in einem Schwung zum Mehl gießen, weiche Butter und Salz dazu und sofort alles zusammen kräftig verkneten.
Ein Vorteig ist nicht notwendig und auch nicht wünschenswert. So lange kneten, bis der Teig elastisch und glatt ist. Von Hand etwa 10 Min., mit der Küchenmaschine entsprechend weniger. Wer möchte, kann natürlich noch Rosinen dazugeben. Mit einem feuchten Küchentuch (damit der Teig oben nicht antrocknet) abdecken und um das Doppelte aufgehen lassen. (Kann 2 Stunden dauern.)
Der Teig lässt sich auch sehr gut im BBA, Programm ‚Teig kneten‘, herstellen. Das dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten und verringert natürlich die Gehzeit erheblich. Allerdings geht das nur mit der Hälfte der Zutaten.
Eine Backunterlage mit Mehl bestreuen und den gegangenen Hefeteig darauf geben und diesen von Hand nochmals durchkneten.
Nun kommt das Formen.
Man kann den Zopf aus drei Strängen flechten, oder so:
Den Teig in zwei Hälften teilen. Daraus möglichst lange, an den Enden zugespitzte Rollen formen. Beide Rollen spiralenförmig umeinander schlingen. Am besten in der Mitte beginnen und zu den Enden hinarbeiten. Ziemlich straff drehen. Jetzt hat man einen spiralenförmigen Strang. Diesen an beiden Enden halten und so gedreht wie er ist, nochmals spiralenförmig fest umeinander schlingen. Der Zopf hat sich nun optisch sehr verkleinert und sieht an einem Ende viel schmaler aus. Das ist gewünscht und richtig. Durch diese einfache Form des Wickelns sieht er aus wie ein schön geflochtener Zopf (Achtung, erfordert etwas Übung) und er wird bombastisch aufgehen.
Den Zopf diagonal auf das gefettete, oder mit Backpapier ausgelegte Backblech legen. Nun ein ganzes Ei sehr gut verquirlen, am besten mit Hilfe des Mixers, und eine Prise Zucker und Salz zugeben. Das ist sehr wichtig, weil der mit Ei bestrichene Zopf dann nicht schwarz wird beim Backen. Nach Wunsch schön dick mit Hagelzucker bestreuen. Jetzt sollte er nochmals 30 Min. gehen.
Zwischenzeitlich den Backofen auf 160 °C Heißluft vorheizen. Manche empfehlen Ober- und Unterhitze, da der Zopf bei Heißluft schneller trocken werden kann, weil er zu schnell aufgeht und dadurch zu viel Luft in den Teig kommt. In diesem Fall den Backofen auf 180 °C vorheizen, weil der Zopf bei Ober-/Unterhitze eine höhere Temperatur braucht.
Auf die mittlere Schiene des Ofens schieben und etwa 30 – 35 Minuten backen. Der Zopf sollte eine karamellfarbene Bräunung haben. Ob er wirklich durchgebacken ist, lässt sich leicht feststellen. Einfach mit dem gekrümmten Finger gegen die Unterseite klopfen. Klingt es hohl, ist er fertig.
Anmerkung: Zum Kneten kein Mehl zugeben. Der Teig verliert die Klebrigkeit durch richtiges Kneten, wobei er erst, nachdem er gut aufgegangen ist, seidenglatt wird und nicht mehr klebt. Mit der Küchenmaschine braucht er ca. 15 Minuten, wobei man ihn anfangs langsam und dann schneller kneten lässt. Von Hand braucht er vermutlich länger. Dann sollte man die Fensterprobe (googeln) machen. Dadurch erkennt man, ob er die richtige Konsistenz hat.
Arbeitszeit ca. 30 Minuten
Ruhezeit ca. 2 Stunden
Koch-/Backzeit ca. 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Stunden 15 Minuten
Schwierigkeitsgrad normal
Kcal p. P. ca. 5774
Viel Spaß beim Nachbacken
Eure Scholli News